1. Januar, 2016, 1:05 Uhr

Ein für mich ganz normales Silvester. Keine Party, keine Freunde, keine Familie, nur ich mit mir alleine. Musik. Katzen. Ein Tag und eine Nacht wie 364 andere auch im Lauf eines Jahres. Und es ist gut so. Einige kleine soziale "Experimente" über's Jahr 2015 hinweg verteilt haben mir immer wieder bewiesen, dass es unsinnig ist auf mehr zu hoffen oder es sogar zu erwarten. Und das sage bzw. schreibe ich ohne Bitterkeit. Denn es ist alles andere als unerwartet. Teils geschuldet meiner eigenen, recht kontroversen Persönlichkeit, teils geschuldet einem Zeitgeist, welcher persönliche Beziehungen vorgaukelt, wo keine sind. Vor meinem Geburtstag habe ich mal einen kleinen Versuch gestartet, und einfach mal mein Geburtsdatum bzw. den Geburtstag in den gängigen sozialen Medien »

Digitale Glaubensgrundsätze

View image | gettyimages.com Ich bezeichne mich selbst als digitalen Agnostiker, wobei es mir hierbei weniger um den Glauben an bzw. die Negierung einer oderer mehrerer Gottheiten geht. Während der Agnostiker im eigentlichen Sinn die Frage "Gibt es einen Gott?" mit "Das ist nicht beantwortbar." oder auch "Ich weiß es nicht." beantwortet, lautet die Frage in meinem Fall ein wenig anders. Und zwar in etwa so: "Gibt es eine gewisse Planungssicherheit dass Anbieter/Dienst XYZ, dem ich da gerade meine Daten anvertrauen könnte, auch in X Jahren noch existent ist?". Oder auch: "Gibt es eine gewisse Planungssicherheit dass das Dateiformat XYZ, dem ich da gerade meine Daten anvertrauen möchte, auch in X Jahren noch existiert?". In beiden Fällen muss die »

Einzelhandelsschicksale

Eigentlich mag ich den Einzelhandel. Ich bin sogar ein großer Fan davon. Man kommt mit Menschen in Kontakt und unterstützt die lokale Wirtschaft. Allerdings hat sich diese Liebe in den letzten Monaten mehr als deutlich abgekühlt. Dies liegt vor allem daran, dass sich Einzelhändler (egal ob selbstständig oder Teil einer Handelskette) immer mehr ihr eigenes, tiefes Grab schaufeln, und inzwischen scheinbar inklusive Spaten (aber leider ohne Leiter) tief am Boden der Grube stehen, und nicht mehr wissen, wie sie dort wieder hinaus kommen. Woher ich diesen Eindruck gewinne, möchte ich mit der folgenden Szene illustrieren, welche sich so oder so ähnlich immer öfter abspielt: Ich: (betrete Ladengeschäft) Verkäufer/in: Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen? Ich: Guten Tag. Ich »

Wach ohne Koffein?! - Das geht!

Der Fall Sebastian Edathy beschäftigt Deutschland und vor allen Dingen die einschlägig bekannten und verdächtigen Medien bereits seit einer ganzen Weile. Vorgestern, am 2. März 2015, wurde nun das Verfahren gegen Herrn Edathy nach der Feststellung der geringen Schwere der Schuld gegen eine Zahlung von 5.000,00 € eingestellt. So weit, so gut. Die darauf erfolgten Reaktionen, auch und vor allem in den sozialen Medien, lassen mich mal wieder fassungslos den Kopf schütteln. Eigentlich sollte ich inzwischen besser wissen, was ich in einem solchen Fall zu erwarten haben; allein mein (schwindender) Glaube an die Intelligenz im Menschen sorgt immer wieder für Überraschungen. Nachdem ich also heute Morgen mal wieder im Halbschlaf meine Twitter-Timeline der Nacht überflogen habe (böööööser Fehler!) und »

Über's Schreiben schreiben.

Wo fängt man an? Was möchte man sagen? Erzählen. In welcher Form? Einfache Verse? Lyrik? Poesie? Kurzgeschichten? Prosa? Einen Roman? Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich habe eine Kiste mit alten, gebrannten CDs aufgetrieben. Daten-CDs. Darauf habe ich alte Texte von mir gefunden. Songtexte, die ich früher für die Band geschrieben hatte. Fragmente, Ideen und fertige Songs. Ich hatte viel vor. Und viel zu wenig je zu Ende gebracht. Aber irgendwie hat sich in mir in der letzten Zeit immer stärker das Gefühl manifestiert, meine Gedanken in Worte fassen und festhalten zu müssen. Dadurch sind sie aus meinem Kopf herausgelöst und existieren trotzdem weiter. Können angesehen, noch einmal gedacht, miterlebt und auch verändert werden. Joanne K. Rowling hat dafür »

Scent of Snow

« It's dark, it's cold, weighed down with snow. A heart is heavy in the north tonight.» « What is this season without a willingness to allow for communication to flow in hopes for understanding? What is there to be afraid of? » David Gold† (Woods Of Ypres), 18./19. Dezember 2011 »